Die Psychologische Gefährdungsanalyse


Im Rahmen des Arbeitsschutzes sind Unternehmen seit einigen Jahren dazu verpflichtet eine  Gefährdungsbeurteilung auch für psychische Belastungen bei der Arbeit durchzuführen (vgl. § 5 ArbSchG, Ziffer 6).

 

Welcher Nutzen besteht für Unternehmen?

Kompetent durchgeführt und umgesetzt, kann die psychologische Gefährdungsanalyse nicht nur psychische Belastungen reduzieren, sondern auch weitere positive Effekte erzielen wie:

  • die Verbesserung der Arbeitsabläufe, der Prozesse, der Kommunikation sowie des Arbeitsklimas,
  • die Steigerung der Arbeitsmotivation,
  • die Erhöhung der affektiven Bindung an das Unternehmen und
  • die Verringerung von Fehlern und Fehlzeiten.

 

Vor allem die folgenden drei methodischen Ansätze werden zur Umsetzung in der betrieblichen Praxis genutzt:

 

Beobachtung/Beobachtungsinterviews

Fachkundige Personen ermitteln die psychische Belastung bei der Arbeit anhand von Beobachtungen der jeweiligen Tätigkeit.

Hierzu können unterstützend Checklisten und ergänzend (Kurz-)Interviews mit den dort Beschäftigten eingesetzt werden.

 

Standardisierte schriftliche Mitarbeiterbefragungen

Zur Ermittlung der psychischen Belastung bei der Arbeit werden die Einschätzungen der Beschäftigten mit einem standardisierten Fragebogen erfasst (z. B. Salsa, COPSOQ),

 

Moderierte Analyseworkshops

Die psychische Belastung bei der Arbeit wird in einem moderierten Workshop bestimmt und beschrieben, unter Bezugnahme sowohl auf das Erfahrungswissen der Beschäftigten und Führungskräfte als auch auf das Fachwissen von Experten. Workshops sollten professionell moderiert und fachkundig analysiert werden. (vgl. Beck, Morschhäuser & Richter, S. 56, 2014)

 

Eine Kombination der Methoden ist grundsätzlich möglich und sinnvoll.

 

Welche Methoden zum Einsatz kommen hängt, wie oben bereits erwähnt, von den betrieblichen Rahmenbedingungen und den jeweiligen Tätigkeiten ab.

 

Implementierung und Kosten

Unser Ziel ist es, dass Unternehmen die psychologische Gefährdungsanalyse langfristig als festes Instrument in den Organisationskontext integrieren und möglichst selbstständig weiterführen. 

 

Wir bieten verschiedene Dienstleistungspakete an.

 

Hilfe zur Selbsthilfe:

Wir beraten Sie differenziert und ausführlich hinsichtlich der gesetzlichen Anforderungen und der Durchführung der psychologischen Gefährdungsanalyse und Sie leiten die weiteren Prozesse ohne weitere Begleitung ein.

 

Medium care:

Wir beraten Sie differenziert und ausführlich hinsichtlich der gesetzlichen Anforderungen und der Durchführung der psychologischen Gefährdungsanalyse und begleiten den Kick-off Prozess (Analyse, Interpretation, Ableitung von Maßnahmen) und schulen ihre Fachkräfte, damit diese den weiteren Prozess ohne weitere Begleitung durchführen können.

 

Large care:

Wir beraten Sie, führen die psychologische Gefährdungsanalyse und deren Dokumentation durch, leiten Maßnahmen ab und helfen bei der ersten Phase der Umsetzung in die Unternehmenspraxis.

 

Die Gesamtkosten richten sich nach dem Umfang und der Art der Erhebung.

Als Richtwerte gelten: Online Fragebogenstudien samt Auswertung werden mit ca. 5000 Euro* und Workshops mit einem Tagessatz von 1500 Euro*  berechnet.  Das Honorar für eine Beratungsstunde beträgt 300 Euro*

 

* zzgl. Fahrkosten und Mehrwertsteuer


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